Zwei Qualitätsmanager arbeiten an einem Monitor

10 Gründe für eine QM-Software

Sich als Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich am Markt behaupten zu können, erfordert die Berücksichtigung und Mitgestaltung verschiedenster Faktoren. Dazu gehören nicht nur harte Faktoren wie Umsatz und Kosten, sondern auch weiche Faktoren wie Image oder Reputation. Ein Aspekt ist dabei ganz wesentlich: die Qualität der Produkte und Prozesse.

Denn eine hohe Qualität wirkt sich sowohl auf harte als auch auf weiche Faktoren positiv aus. So hat gute Qualität nicht nur das Potenzial, den Umsatz langfristig zu erhöhen, sondern auch das Image des Unternehmens bei Kunden und Lieferanten positiv zu beeinflussen. In der modernen Wirtschaft ist Qualität ein Muss. Die Komplexität der Liefernetzwerke hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen und setzt voraus, dass sich alle Beteiligten auf die vereinbarte Qualität des jeweiligen Geschäftspartners verlassen können. Nicht umsonst haben neben Normen und Richtlinien, die für ein Mindestmaß an Qualität sorgen, auch die kundenseitigen Anforderungen, wenn es beispielsweise um die Prozesse im eigenen Unternehmen geht, eine so große Bedeutung.

Doch Qualität kann noch viel mehr als das: Sie kann Normen und Kundenerwartungen übertreffen. Das schafft nicht nur hohe Zufriedenheit auf Seiten des Kunden, sondern auch ein hohes Maß an Vertrauen, das in die Reputation und das Image des Unternehmens einfließt. Um Qualität nicht nur zu sichern, sondern auch kontinuierlich und nachhaltig zu verbessern, ist die Einbindung eines digital gestützten Qualitätsmanagements erforderlich.

Warum die Investition in Qualität und eine Softwarelösung sinnvoll ist, zeigen die folgenden zehn Gründe:

1. Qualität sichert den nachhaltigen Unternehmenserfolg: Differenzierung von den Wettbewerbern und Relevanz für die Kunden – die wohl wichtigsten Aspekte, wenn es um den Unternehmenserfolg geht. Um die Erwartungen des Kunden zu erfüllen und sich von Konkurrenzprodukten abzugrenzen, ist Qualität ein wesentlicher Faktor. Ein qualitativ hochwertiges Endprodukt lässt sich aber nur durch eine durchgängig hohe Qualität im gesamten Herstellungsprozess gewährleisten. Bei dem Management dieser Prozesse unterstützt eine gute QM-Software, indem sie alle unternehmensinternen und unternehmensübergreifenden Qualitätsprozesse digitalisiert.

2. Qualität entlang der gesamten Lieferkette: Ein gelungenes Qualitätsmanagement sichert nicht nur die Qualität der Prozesse innerhalb des eigenen Betriebes, sondern bestenfalls auch die Qualität derjenigen Prozesse, die entlang der Lieferkette ablaufen. Da die Qualität des Endproduktes wesentlich von der Qualität und Herkunft der Zulieferprodukte abhängt, ist ein Qualitätsdenken über die eigenen Unternehmensgrenzen hinweg unerlässlich. Digital gestütztes Qualitätsmanagement hat das Potenzial, nicht nur die Qualitätsprozesse innerhalb des eigenen Unternehmens, sondern auch die der Lieferanten weiterzuentwickeln.

3. Digitales Qualitätsmanagement spart Zeit und Geld: Wie ärgerlich ist es, wenn ein geliefertes Produkt nicht den eigenen Qualitätsvorgaben entspricht? Das kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Die Nutzung einer QM-Software erleichtert in diesem Zusammenhang beispielsweise die Wareneingangs- und die Warenausgangsprüfung, indem Produkte schneller und besser bestimmten Vorgaben entsprechend überprüft werden können. Im Sinne des Closed Quality Loops deckt eine QM-Lösung dabei Fehler-Möglichkeits- und Einfluss-Analysen (FMEA), Prüfpläne, fertigungsbezogene Prüfungen inkl. Wareneingang und Warenausgang, Reklamationen und das Maßnahmenmanagement ab. Grundsätzlich unterstützen digitale QM-Systeme in diesem Regelkreislauf bei der Überwachung und Analyse qualitätsrelevanter Daten.

4. Qualität als bereichsübergreifende Aufgabe: Hohe Qualität entsteht verteilt über die verschiedenen Prozessschritte bei der Herstellung eines Produktes, aber hängt niemals von nur einer Maßnahme oder einer Person ab. Die Sicherung der Produkt- und Dienstleistungsqualität darf daher nicht nur an einzelnen Mitarbeitern hängen. Vielmehr muss man sie als unternehmensweite Aufgabe verstehen, die von der Zusammenarbeit verschiedenster Beteiligter lebt. Hier schafft die Einbindung einer QM-Software Abhilfe, denn sie digitalisiert die in einzelnen Bereichen ablaufenden Prozesse mit Qualitätsbezug und sorgt so für Transparenz und unternehmensweite Einsicht in qualitätsrelevante Aspekte.

5. Richtlinien und Normen definieren das Minimum: Als Basis für die zu erzielende Produkt- und Prozessqualität gelten Richtlinien und Normen wie die ISO 9001 oder die IATF 16949, durch welche die Mindestanforderungen an das Qualitätsmanagement definiert sind. Wer diese verpflichtenden Standards nicht einhält, erhält keine Zertifizierung und kann seinen Kunden dem zur Folge nicht das Mindestmaß an Qualität zusichern, dass die Norm und damit auch der Markt fordert. Eine gute QM-Software unterstützt bei der möglichst automatisierten Abdeckung aller Anforderungen, die durch Normen, Kunden oder auch das eigene Unternehmen an die Qualität eines Produktes oder Prozesses gestellt werden.

6. Standards schaffen Transparenz und Effizienz: Jeder arbeitet anders, das liegt in der Natur des Menschen. Aber um die QM-Prozesse nicht nur effektiv, sondern auch effizient zu gestalten, ist es notwendig, auf einheitliche Methoden Wert zu legen. So hat sich im Reklamationsmanagement beispielsweise der 8D-Report weltweit bewährt. Über eine QM-Software kann der 8D-Report in geführter Form unternehmensweit für alle Arten von Reklamationen standardisiert umgesetzt werden. Das erhöht nicht nur die Effizienz des Qualitätsprozesses, sondern schafft Transparenz für alle Beteiligten und kann entlang der Lieferkette als akzeptierter Standard eingesetzt werden – ob in Richtung des Kunden oder des Lieferanten.

7. Ganzheitliche Nutzung qualitätsbezogener Kennzahlen: Um Qualität messbar zu machen, sind entsprechende Kennzahlen notwendig. Liegen keine Kennzahlen vor, lässt sich auch das Verbesserungspotenzial kaum identifizieren und die Prozess- und Produktqualität so nur schlecht weiterentwickeln. Ein gutes QM-System sammelt kontinuierlich Daten aus diversen Quellen, verdichtet diese und stellt sie in Form von Prozesskennzahlen zur Verfügung. Die Beteiligten oder auch weitere interessierte Parteien nutzen die Kennzahlen im Anschluss dazu, die Prozesse und Produkte kontinuierlich weiterzuentwickeln.

8. Konnektivität schafft den Qualitätsbezug: Die Digitalisierung der Fertigungsprozesse sorgt für einen explosionsartigen Anstieg verfügbarer Daten. Beste Konnektivität zum Qualitätsmanagement stellt die Bereitstellung von Prozesskennzahlen sowie die Überwachung und Kontrolle von Fähigkeiten sicher. Dazu gehört dann beispielsweise auch, dass die im Unternehmen eingesetzten fertigungsbegleitenden Prüfmittel nachweislich fähig sind. Die Konnektivität der jeweils besten Fachapplikation mit den anderen Fachapplikationen (z.B. ERP oder MES) nach dem „Best of Breed“ Prinzip sorgt für hohe Zufriedenheit auf Seiten der Anwender und einheitlichen Datenbestand. Somit führt Konnektivität auch zur Reduktion des Organisations- und Verwaltungsaufwands, wenn es um die Verknüpfung und Auswertung von Qualitätsdaten geht.

9. Zukunftssichere Investition: All die genannten Vorteile lassen sich zu einem wesentlichen Punkt zusammenfassen, denn die Investition wird sich langfristig lohnen. Genauso, wie sich die Anforderungen an Qualität im eigenen Unternehmen und in Lieferketten weiterentwickeln, gilt dies natürlich auch für die QM-Software selbst. Im besten Fall entwickelt sich die QM-Software daher im Einklang mit den Anforderungen an Qualität weiter und hat so das Potenzial, mit ihren an die Normenanforderungen angepassten Versionen die Anwender im Unternehmen proaktiv zu unterstützen.

Und für alle, die sich fragen, warum ausgerechnet in Zeiten der Pandemie Entscheidungen wie diese getroffen werden sollten, zuletzt noch folgender Impuls:

10. Noch stärker aus der Krise hervorgehen: Auch wenn sich in turbulenten Zeiten wie diesen die Herausforderungen zu häufen scheinen, vielleicht sogar die Produktion für eine Weile stillstand und die Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt werden mussten – gerade nun kann die zur Verfügung stehende Zeit zur Auseinandersetzung mit bestehenden Prozessen genutzt werden, um das Qualitätsmanagement nachhaltig zu stärken. So ergibt sich auch oder insbesondere durch die Einführung und den Ausbau einer QM-Software letztlich die Chance, gewappnet für den Wettbewerb in die Zeit nach der Pandemie zu ziehen.

Maren Behrendt

Maren Behrendt

Blog-Redakteurin mit der Überzeugung, dass Qualität uns alle etwas angeht. Ihr Auftrag: mit offenen Augen und Ohren durch die Welt der Qualität ziehen und darüber berichten.

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